Wir haben uns gefragt „was ist ein digitaler Nomade und kann der Lebensstil überhaupt nachhaltig sein?“ Dazu haben wir uns 2 Gäste eingeladen. Die Gradwandler reden mit David Aguirre und Adrian Finzelberg, die gerade jeweils in Griechenland bzw Thailand unterwegs sind und von ihren Erfahrungen berichten.
Episoden
In dieser Folge geht es um Kipppunkte im Klimasystem. Wir erklären, was Kipppunkte sind und wieso sie von so großer Bedeutung für den Klimawandel sind. Danach erzählen wir euch vom 2030-Ziel der EU, dessen Einhaltung im Angesicht der Kipppunkte nun wie eine unabdingbare Notwendigkeit aussieht. Außerdem Thema ist eine Studie zu gesellschaftlichen Kipppunkten darüber, wie sich die fortschreitende Zerstörung unserer Ökosysteme noch aufhalten lässt. Noch ein kleiner Hinweis: Wir hatten ein technisches Problem bei der Aufnahme, daher ist Lukas‘ Mikroqualität in dieser Folge leider ähnlich schlecht wie unsere Witze. Bitte seht uns das nach, in der nächsten Folge sollte wieder alles voll funktionieren.
Der Fleischkonsum in Deutschland ist doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt, und das obwohl er in diesem Ausmaß mit einigen nicht zu unterschätzenden Folgen auf Umwelt, Gesundheit und Gesellscahft einhergeht. In dieser Folge möchten wir euch die Vorteile von Flexitarismus, einer überwiegend pflanzlichen Ernährungsweise mit nur geringem Fleischanteil, näher bringen. Dabei gehen wir auf Vorteile für unseren Ressourcenverbrauch, für unsere Gesundheit und für unsere Gesellschaft ein.
Ein herzliches Wilkommen an die neuen Zuhörer unseres ersten Podcasts „Gradwandler“. Entgegen des allgemeinen Narrativs, der Einzelne und sein Verhalten wären angesichts von gesellschaftlichen Mehrheiten bedeutungslos, glauben wir, die Gradwandler, an die Macht des Individuums. Fortschritt ist natürlich nicht an kurzfristige, radikale Paradigmenwechsel gebunden, sondern kann auch stets durch sukzessiven Wandel errungen werden. Das mag trivial klingen. Doch, geht es darum, Eigenverantwortung zu übernehmen, flüchten sich viele Menschen in einen wohligen Fatalismus, dessen beruhigende Erkenntnis lautet: „Ich alleine kann sowieso nichts ausrichten.“ Ungerecht wäre es zu behaupten, solche Reaktionen gründen nur auf bloßer Gemütlichkeit. Dahinter steckt oftmals die Angst vor sozialen Sanktionen oder, wenn es um ökologischen Strukturwandel geht, die Angst vor dem Verlust des eigenen Lebensstandards. Die Politologin Erica Chenoweth der Harward University untersuchte mit ihren Kollegen, den Einfluss von gewaltsamen und gewaltfreien Protesten auf soziale und politische Entwicklungen am Gegenstand von mehr als hundert Kampagnen. Das Ergebnis ist damals wie heute erstaunlich und wurde so oft rezitiert, dass man inzwischen nur noch von der berühmten „3,5-Prozent-Regel“ spricht: Chenoweth kam nicht nur zu dem Ergebnis, gewaltfreier und ziviler Ungehorsam sei die effektivste Protestform, sondern schloss gleichzeitig, dass für einen Wandel das Engagement von durchschnittlich 3,5 Prozent der Bevölkerung ausreicht. Wenn wir im Kontext dieser Prozentzahl in Deutschland ungefähr von drei Millionen Menschen sprechen, sind es in den USA selbstverständlich ungleich mehr. Und doch zeigen die „Black-Lives-Matter“-Proteste wie ziviler Ungehorsam über nationale Grenzen hinaus, internationale Reaktionen provozieren und politisch mobilisieren kann. Wir wollen deshalb über den Einfluss dieser Minderheiten sprechen. Die Einflussnahme von Minderheiten müssen natürlich nicht mit progressiven Zielen oder emanzipatorischen Bestrebungen verknüpft sein. Minderheiten können auch eine Destabilisierung von Demokratien und einer Rückbesinnung zu regressiven Werte auslösen. Neben äußerliche Faktoren, spielt bei der Durchsetzung von Minderheitenmeinungen insbesondere die Beharrlichkeit, die Gewaltfreiheit und die Art der Kommunikation eine Rolle. Unsere Wirkmacht als Individuen erschöpft sich natürlich nicht im Gebrauch unseres Demonstrationsrechts oder dem Recht auf freien Meinungsäußerung. Wir können auch ein Zeichen durch unser Verhalten setzen, in besonderen Maße durch unser Kaufverhalten. In diesem Kontext sprechen wir über Fleischkonsum, Flugreisen, Kreuzfahrten und das eigene Auto
Eine kurze Vorstellung des Podcasts, was wir damit bezwecken wollen und woher unser Titeltrack kommt. 🙂 Hallo Weggefährte, das hier ist, was wir mit typisch deutschem Wortwitz den Gradwandler Podcast getauft haben. Wir, das sind Felix, Nils und Lukas. Wir, als privilegierte, weiße „Männer“ blicken verstärkt mit Sorge und wachsendem Unmut auf viele Themen, die alle mehr oder weniger mit dem Klimawandel und seinen Folgen zu tun haben. Hier wollen wir Recherchen und Gedanken mit unseren Zuhöhrern teilen, die uns zeitweise beschäftigen, aber auch konkrete Ansätze aufzeigen, wie man selbst was gegen den Klimawandel tun kann, auf dem Teller, zwischen den Ohren und im Dialog. Dabei sehen wir vor allem, dass es beim Dialog immer einseitiger wird, und wollen eine Kultur des Diskurses fördern. Es kann aber auch mal sein, dass aktuelle Events oder gesellschaftlich politische Themen reinrutschen welche dann mit einer Prise schwarzem Humor garniert werden. Wir sind alle weit weg davon Experten in den meisten dieser Themen zu sein, doch wir geben uns Mühe, das nicht zu auffällig werden zu lassen. Für uns ist dieser Podcast ein Schritt heraus aus der Komfortzone hinaus in die Welt des Aktivismus, denn wir, wie vielleicht auch du sind zu dem Schluss gekommen, dass aus all dem Gelaber auch Fortschritt entstehen muss. Sei es beim eigenen Verhalten oder ob man beim sich anbahnenden Disukurs kneift, oder nicht. Verzeiht uns, wenn wir technisch nicht von Anfang an der Kracher sind – „Das Internet ist für uns alle… Neuland“. Bei uns bekommt ihr bald auf die Ohren, wovon neoliberalen Ulknudeln, verblendeten Realitätsverweigerern und „Ich kann beide Seiten verstehen“-Relativisten so richtig der Hut hochgeht. Bis Bald Achso, fast vergessen. Das komische Intro ist ein Zusammenschnitt aus Musik von Kevin McLeod’s und einer akkustischen Darstellung der Korrelation zwischen Anstieg von CO² in der Atmoshäre und der daraus entstehenden Steigerung der globalen Durchschnittstemperatur. Man hört dort grob die letzten 40 Jahre. Vielen Dank an Incompetech für die tolle Musik und KQED Science für die Veranschaulichung.